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Sandstrahler-Vergleich.com | Das Sandstrahler Ratgeberportal

Manchmal nimmt der Rost überhand und da hilft nur noch der Sandstrahler. Der Gartenzaun, das Rosengitter oder das Metall-Gerätehaus wird unansehnlich und der Rost muss beseitigt werden.

Als erste Möglichkeit wird sicher eine Drahtbürste oder eine Flex in Betracht gezogen, doch damit werden die Arbeiten sehr anstrengend und auch nicht ordentlich.

Deutlich besser und einfacher zu handhaben, ist ein Sandstrahl-Gerät. So wird das Entrosten von Metall zum Kinderspiel, ohne körperliche Anstrengung glänzt das Metall wieder wie neu.

Drei beliebte Produkte

Was ist ein Sandstrahler eigentlich?

Es handelt sich hierbei um ein Gerät, mit dem ein Strahl-Mittel mit hohem Druck auf die zu bearbeitende Oberfläche geblasen wird. Durch den hohen Druck können nun Rost, Farbe oder sonstige Verunreinigungen entfernt werden.

Die Oberfläche wird dabei aufgeraut. Als Strahl-Mittel kommt meistens gewöhnlicher Sand zum Einsatz. Gewerblich werden natürlich sehr hochwertige Strahl-Mittel eingesetzt, etwa Glasgranulat, Kunststoffgranulat, Eiskristalle oder sogar Nussschalen.

In Deutschland ist mittlerweile das Sandstrahlen mit Quarzsand verboten worden, hierbei wird zu viel Feinstaub erzeugt und Siliciumdioxyd wird eingeatmet. Dadurch können schwere Lungenkrankheiten entstehen, Lungenfibrose oder Siliko-Tuberkolose wurden beobachtet.

Bei der Nutzung von Sandstrahl-Geräten sollte immer Schutzkleidung und eine Atemmaske getragen werden. Diese Atem-Masken werden beim Kauf bei manchen Modellen gleich mitgeliefert. Sandstrahler werden übrigens erst seit dem 20. Jahrhundert verwendet, aber heutzutage sind die Geräte natürlich deutlich besser.



Welche Arten von Sandstrahlern gibt es?

Normalerweise sind zwei verschiedene Arten der Sandstrahl-Geräte auf dem Markt, es gibt mobile Geräte und natürlich auch feststehende Sandstrahler. Mittlerweile werden aber auch Sandstrahl-Pistolen angeboten, die über einen Ansaugschlauch das Strahl-Mittel gleich wieder aufsaugen.

Mobile Sandstrahler

Sie sind in erster Linie für den Einsatz am Auto oder am Motorrad gedacht, aber schon beim Aufbau können sich die verschiedenen Modelle unterscheiden. Einfache Modelle bestehen aus einem Kessel mit Deckel, der das Sandstrahl-Mittel aufnehmen kann. Unten ist eine Sandstrahl-Pistole mit einem Schlauch angebracht und ein Anschluss für den Kompressor ist selbstverständlich auch vorhanden.

Hochwertige Modelle hingegen besitzen einen Druckkessel und einen Wasserabscheider. Damit wird im Kessel ein konstant bleibender Druck erzeugt, man kann schneller arbeiten und muss nicht erst warten, bis sich genügend Druck aufgebaut hat. Durch den Wasserabscheider wird das Wasser aus dem Strahl-Mittel aufgenommen, somit hält die Sandstrahl-Pistole deutlich länger.

Vor- und Nachteile

Die Vorteile liegen klar auf der Hand, es werden gute Ergebnisse erzielt und auch die Handhabung ist denkbar einfach. Außerdem ist dieser Sandstrahl-Gerät auch für größere Flächen geeignet.

Nachteilig ist allerdings die hohe Staubbelastung und ein Kompressor ist notwendig.

Sandstrahl-Kabinen

Auch für den Hausgebrauch gibt es natürlich Sandstrahl-Kabinen, hier ist die Arbeitsfläche in einen Kasten integriert. Unter dieser Kabine befindet sich ein Kasten, in den das Sandstrahl-Mittel gefüllt werden kann. In dem Arbeitsbereich befinden sich bereits Arbeitshandschuhe und selbstverständlich eine Sandstrahl-Pistole mit Schlauch.

Hierdurch wird eine sehr geringe Staubbelastung erreicht. Außerdem kann das Strahl-Mittel gesammelt und wiederverwendet werden. Allerdings sind Sandstrahl-Kabinen nur von sehr geringer Größe, es können also nur kleine oder mittelgroße Werkstücke bearbeitet werden. Natürlich können metallische Gegenstände sehr gut gereinigt werden, aber auch Glas kann man mit diesen Kabinen sehr gut sandstrahlen.

Als Vorteil ist hier die Wiederverwendbarkeit des Strahl-Mittels zu nennen diese Kabinen punkten auch mit einer sehr einfach Handhabung. Zum Nachteil gereicht den Kabinen allerdings die oft zu kleine Größe, es können also nur kleine Werkstücke bearbeitet werden. Außerdem braucht man einen Kompressor.

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Es gibt verschiedene Hersteller der Sandstrahl-Geräte, wobei natürlich immer ein Markengerät gekauft werden sollte. Sehr bekannte Hersteller sind Gläser, Nederman, Logiblast, Radler-Ruf, usw. Vor dem Kauf sollte natürlich immer eine gute und ausführliche Beratung stattfinden, egal ob man im Fachhandel, im Baumarkt oder im Internet kauft.

Vor Ort kann man natürlich die Sandstrahler von allen Seiten begutachten und schon vor dem Kauf etwaige Mängel und Konstruktionsfehler erkennen. In aller Regel kann der Sandstrahler aber nicht ausprobiert werden, hier muss man sich auf die Angaben des Herstellers verlassen. Das muss man auch beim Online-Kauf, aber hier können schon mal die Kundenmeinungen über das jeweilige Exemplar Aufschluss bringen.

Der Arbeitsdruck

Der Druck spielt bei einem Sandstrahl-Gerät die größte Rolle, denn je höher der Arbeitsdruck ist, umso besser ist auch das Ergebnis. Sandstrahl-Geräte bieten einen Druck von sechs bis acht bar. Sind die Gegenstände nicht allzu sehr verrostet, sind sechs bar völlig ausreichend.

Hat sich der Rost jedoch sehr stark ausgebreitet und sind größere Flächen zu bearbeiten, empfiehlt sich ein Druck von mindestens acht bar. Die meisten Sandstrahl-Geräte überzeugen aber mit höheren Werten.

Der Luftbedarf

Für den Luftbedarf ist der Kompressor zuständig, er muss also immer die richtige Leistung bringen.
400 bis 700 l/min sollten jedoch nur bei größeren Flächen oder von Profis eingesetzt werden.

Heimwerker kommen jedoch mit einem Kompressor mit einer Leistung von 150 bis 200 l/min aus.

Die Länge des Schlauchs

Bei den Schlauchlängen gibt es erhebliche Unterschiede, von 0,5 bis zu fünf Metern ist alles drin. Natürlich darf der Schlauch ruhig kürzer sein, wenn der Sandstrahler in einer Sandstrahl-Kabine genutzt wird.

Bei einem mobilen Sandstrahler sollte aber die Länge des Schlauchs durchaus berücksichtigt werden, zwei bis drei Meter sind jedoch für fast alle Arbeiten ausreichend.

Der Strahlgut-Behälter

Das Volumen des Behälter spielt nicht so die entscheidende Rolle, aber je größer der Tank ist, umso länger muss der Sandstrahler nicht nachgefüllt werden.

Für den Hausgebrauch sind 15 Liter völlig ausreichend. Werden jedoch größere Flächen bearbeitet, sollten schon 30 Liter Fassungsvermögen vorhanden sein, sonst müssen zu oft Pausen durch das Nachfüllen gemacht werden.

Die Preise

Sandstrahler haben je nach Leistung und Ausstattung auch unterschiedliche Preise. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass ein Sandstrahler für Hobby und Freizeit schon recht günstig zu haben ist.
Für kleinere Arbeiten im Garten, am Haus oder am Auto sind Sandstrahler bereits ab 25 Euro zu haben.

Natürlich handelt es sich hier um kostengünstige Sandstrahl-Pistolen, die Preise sind jedoch ohne das Sandstrahl-Mittel und ohne die nötige Schutzausrüstung zu verstehen.

Wenn die Arbeiten jedoch einen größeren Arbeitsaufwand bedeuten, sollte man sich für ein mobiles Sandstrahl-Gerät entscheiden, hier ist ein günstiger Sandstrahler ab 100 Euro zu bekommen. Gegebenenfalls wird auch eine Sandstrahl-Kabine benötigt, hier liegen die Preise bei 130 – 250 Euro. Nach oben hin hin sind natürlich keine Grenzen gesetzt.

Zubehör

Zu jedem Sandstrahler wird natürlich Zubehör benötigt. Da wären zunächst natürlich die verschiedenen Strahl-Mittel zu nennen. Glasperlen, Schlacke oder Nussschalen, alles kann verwendet werden. Für Sandstrahler wird ein besonderer Sand benötigt. Hier ist auf die Körnungs-Größe zu achten, denn die meisten Geräte arbeiten mit einer Körnung von 0,2 bis 1 mm.

Natürlich sind auch Schläuche in jedem Sortiment, Atemschutzschläuche sind besonders zu empfehlen. Natürlich muss auch der Arbeitsschutz optimal gewährleistet sein, Atemschutz, Helme oder Overalls aus Stahl sind sehr sinnvoll.

Die Geschichte der Sandstrahler

Es sollten wenigsten ein paar Worte zur Geschichte des Sandstrahlers verloren werden. Der erste Sandstrahler wurde bereits 1871 von Benjamin C. Tilghman erfunden. Er war Offizier im amerikanischen Bürgerkrieg und kam an einem Bauernhof vorbei und sah, dass alle Fensterscheiben matt waren und nicht durchsichtig wie sonst gewohnt.

Die Bewohner berichteten ihm, dass der Wind Quarzsand auf die Scheiben brachte und sie mit der Zeit matt wurden. Sofort erkannte er die Sandstrahl-Technik und brachte den ersten Sandstrahler auf den Markt. Natürlich haben sich die Geräte verändert, aber sie arbeiten bis heute nach dem gleichen Prinzip. Früher wurde ein Sandstrahler hauptsächlich von Künstlern benutzt, doch heute steht der Sandstrahler jedem zur Verfügung, der Haus und Garten auf Vordermann bringen möchte.