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Beton sandstahlen

Die Anwendung des Sandstrahlen auf Beton und Betonteilen ist eine der häufigsten angewandten. Sie ist eine abrasive Behandlung des Verbundwerkstoffes Beton. Gegenüber dem Nassstrahlen hat das Trockensandstrahlen von Beton den Vorteil, dass ein Auffangen und Reinigen bzw. Entsorgen der Flüssigkeit, welches immer mit einem hohen Aufwand und weiteren Kosten verbunden ist, entfällt.

Das hierbei verwendete Strahlmittel ist zumeist ein spezieller Sand. Es dürfen jedoch die Resultate bei dem Sandstrahlen von Betonbaustoffen keinesfalls mit den Ergebnissen des Sandstrahlen von Metall gleichgesetzt werden. Es eignet sich aber hervorragend, um Graffiti und Kaugummireste zu entfernen.


Die Problematik beim Beton sandstrahlen

Die Schwierigkeiten ergeben sich dadurch, dass bei einem Portbeton die Mischung des gegossenen Betons nicht gleichmäßig und homogen hergestellt werden kann. Dadurch resultieren innerhalb eines Betonbauteils zum Teil erhebliche Unterschiede bei der Härte der Oberfläche. Auch bei der Ausbildung von Kapillarporen, direkt an der Oberfläche des Bauteils sind gravierende Unterschiede vorhanden, welche sich normalerweise nicht auswirken.

Die Kunst ist es nun, gleichmäßig die Oberfläche zu bearbeiten, ohne diese teilweise oder komplett zu zerstören. Besonders die großflächigen Seiten von gegossenen Betonteilen (Wände und Pfeiler) weisen von oben nach unten gesehen erhebliche Unterschiede auf.

Diese sind konstruktionsbedingt und lassen sich beim Gießen nicht vermeiden. Beim Sandstrahlen von Beton können diese Poren nun freigelegt werden, wodurch ein sich verstärkender Effekt entsteht. Damit kann die Oberfläche nach dem Strahlen nicht gleichmäßig sein.

Abweichungen im Strahlbild beim Beton Sandstrahlen

An der Unterseite eines gegossenen Betonteils ist hingegen die Betonzusammensetzung über die gesamte Fläche gleich bleibend und homogen. Somit kann hier bei richtigem Vorgehen ein gleichmäßiges Strahlbild erreicht werden.

Dieses gilt bei einem minderwertigem Beton mit zahlreichen Kapillarporen ebenso, wie bei einem hochwertigen Beton. Beim Sandstrahlen von gegossenen Betonoberflächen, beispielsweise einem Betonboden, kann es zu starken, auffälligen Abweichungen im Ergebnis kommen.