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Sandstrahlen ohne Kabine

Für das Reinigen diverser Oberflächen mittels Sandstrahlen gibt es keine großen Vorschriften. Die Sicherheit durch Schutzkleidung muss natürlich eingehalten werden und innerhalb Deutschlands darf unter Privatleuten prinzipiell auch kein Quarzsand als Strahlenmittel verwendet werden – ob allerdings Sandstrahlen ohne Kabine praktiziert wird oder mit, ist jedem selbst überlassen. Ein Verzicht auf eine solche Kabine sollte allerdings gut überlegt sein, denn es bringt einige Nachteile mit sich.

„Sandstrahlen ohne Kabine erfordert weniger Kosten“ –

Ist das wirklich so?

Sparfüchse würden diese Frage wahrscheinlich zunächst mit ja beantworten.

Sicherlich – beim Kauf fällt diese Position erst einmal weg; Anschaffungskosten für eine Kabine entfallen. Es können aber auch nach dem Sandstrahlen ohne Kabine Kosten entstehen, die zuvor nicht bedacht werden;

Punkt 1:

Sandstrahlen ohne Kabine verursacht Dreck – die gesamte Umgebung wird verunreinigt!

Fehlt eine schützende Bedachung wird diese Verunreinigung nicht begrenzt und kann sich frei entfalten.

Punkt 2:

Die Nachbarn werden es einem vermutlich nicht danken, denn beim Sandstrahlen ohne Kabine ist nicht nur die eigene Terrasse betroffen; Fenster, Türen, Gartenmobiliar – alles wird anschließend von feinen Staubpartikeln benetzt sein. Man muss also nicht nur seine eigenen Sachen anschließend putzen – auch der Nachbar muss ran!

Der Arbeitsaufwand ist zeitintensiv und kostet zudem Reinigungsmittel und Wasser.

Die Verärgerung der Nachbarn und die zukünftig schlechte Stimmung gibt es obendrauf!

Punkt 3:

In Bezug auf den Nachbarschaftsstreit kann es bereits nach einmaligem Sandstrahlen ohne Kabine sogar zu Eskalationen kommen, die vor Gericht enden. Auch das kostet Geld.

Punkt 4:

Es gibt keine Rückgewinnung des Strahlguts, wenn man ohne Kabine strahlt. Das eingesetzte Mittel wird überall verteilt und kann dadurch auch nur einmal verwendet werden.

In einer Kabine – sei sie auch noch so klein – wird es hingegen am Boden gesammelt und immer wieder neu angesaugt. Es kommt mehrmals zum Einsatz und das rechnet sich schnell.

Die Kosten für eine kleine Kabine sind in der Regel meistens geringer als die Kosten des Strahlguts selbst. Außerdem können sich ambitionierte Heimwerker eine solche Kabine mit einfachen Mitteln selber bauen.

Sandstrahlen ohne Kabine ist also keine gute Alternative!

Beispiele für solche Strahlengeräte:

– Trad 4 U mobiles Sandstrahlgerät;

dieses kompakte Gert lässt das Strahlen flexibel gestalten, denn durch die Rollen kann der Arbeitsbereich schnell gewechselt werden. Es ist robust und einige Komponenten (z.B. die Düse) sind austauschbar. Die Kapazität beträgt 40 Liter und mit 135-140 Euro liegt es im mittleren Preissegment.

– Strahlenpistolen;

Sandstrahler für Sandstrahlgebläse von Fervi –

Airbrush Air Eraser Mini-Sandstrahlpistole mit Druckluft-Düse oder die Sandstrahlpistole SSP der Marke Metabo:

Die Sandstrahlpistolen sind immer eine recht kostengünstige Angelegenheit. Die drei erwähnten Geräte sind für rund 30-40 Euro zu haben, sind leicht bedienbar und können flexibel eingesetzt werden.

Dennoch:

Der verursachte Dreck lässt sich nicht schön reden und ist eine lästige Angelegenheit. Mit einer kleinen Kabine kann das nicht verhindert, aber zumindest eingedämmt werden.

Mit einer Strahlenpistole in freier Natur herumzuexperimentieren ist also oft kontraproduktiv.

Es sei denn:

Man verwendet ein kleines Gerät mit Auffangbeutel, wie beispielsweise;

– die Druckluft-Pistole von Varo:

Farbreste und Rost an schwer zugänglichen Holz-und Metalloberflächen werden zuverlässig entfernt. Das überflüssige Strahlgut wird dabei in einem Stoffbeutel aufgefangen und kann anschließend wiederverwendet werden.

Bei diesem Modell darf gleich doppelt gespart werden, denn für rund 25 Euro wird das Strahlgut (Aluminium-Oxid-Pulver) gleich mitgeliefert.

Fazit:

Sandstrahlen ohne Kabine ist also möglich und mit einem Sandstrahler mit Auffangbeutel auch recht praktisch. Generell und bei häufigeren Anwendungen rechnet sich eine Kabine aber tatsächlich mehr – es muss ja keine riesige Anlage sein!