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Sandstrahlen

Sandstrahlen, im englischen auch sandblasting oder abrasive blasting, ist der Oberbegriff für eine Methode um Oberflächen zu bearbeiten.

Etwas umständlicher formuliert ist es das Druckluftstrahlen mit festem Strahlmittel, dabei wird z. B. Sand als Schleifmittel genutzt, um Verunreinigungen etc. zu entfernen.

Beim Sandstrahlen wird mittels hohem Druck ein Luftstrahl erzeugt, der dann unterschiedliche Arten von Strahlmitteln mitreißt, beschleunigt und zur Oberflächenbehandlung auf das Ziel schießt.
Durch den hohen Druck wird das Strahlmittel stark beschleunigt und erzeugt beim Aufprall zusammen mit dem Luftstrahl auf dem Ziel den gewünschten Abrieb.

Abgesehen von Sand gibt es viele verschiedene Arten von Strahlgut. Je nach Zweck und Verwendungsort empfiehlt sich Sand, Glasgranulat, PVC- bzw. Kunststoffgranulat oder auch Hochofenschlacke und Stahl.

Anwendungsbereiche vom Sandstrahlen

Sandstrahlen nutzt man, um Oberflächen von Verunreinigungen zu befreien. Verunreinigungen können lose oder fest sein sowie Material fremd oder eigen. Material eigen sind zum Beispiel Rost, Material fremd wäre zum Beispiel eine Beschichtung oder Putz.

Hier ist auch sofort klar, welche Anwendungsbereiche es gibt. Im Baugewerbe wird sandstrahlen genutzt, um Stahl aufzurauen damit eine Weiterbehandlung mit Feuerschutz oder anderen Beschichtungen möglich ist. Die Reinigung von Oberflächen bei der Sanierung ist ebenfalls Anwendungsfall. Mit Hilfe von Sandstrahlen lässt sich nahezu jede Art von Fläche schnell und einfach vorbereiten.

Teilweise wird sandstrahlen sogar für das abschließende Fertigstellen von Oberflächen im Wohnungsbau genutzt.

Weitere Nutzungsarten sind in der Metallverarbeitung zu finden. Hier wird häufig Rost von Lagerteilen vor der Weiterverarbeitung entfernt.

Ebenfalls können Kunststoffe gereinigt sowie Glas und Steine mattiert werden.

Arten von Strahlmitteln

Grundsätzlich unterscheiden sich Strahlmittel in der Häufigkeit der Anwendungsfälle. So gibt es Einwegstrahlmittel und Mehrwegstrahlmittel. Letztere werden nach der Verwendung gereinigt und gefiltert um die weiterhin nutzbaren Bestandteile herauszulösen. Auch dabei geht ein Teil des Strahlmittels verloren, jedoch können teilweise bis zu 95 % der Strahlmittel wiederverwendet werden.

Weitere Unterscheidungsmerkmale sind künstliche Strahlmittel für das Sandstrahlen oder natürliche.
Finale Unterschiede finden sich dann in Strahlmitteln. Kaum oder nahezu keine abrasive Wirkung haben C02-Pellets oder Trockeneis. Diese stehen im Gegensatz zu abrasiven Mitteln wie Korund/Sand.

Wirkung

Für die gewünschten Ergebnisse beim sandstrahlen ist es unabdingbar, die korrekten Strahlmittel für die richtigen Oberflächen zu nutzen. Viele Faktoren beeinflussen die finale Oberfläche. Insbesondere die Korngröße des Strahlmittels gibt den Charakter der Oberfläche an, allerdings spielen auch die Art des Strahlmittels sowie der Luftdruck eine wichtige Rolle. Beachtet werden sollte außerdem der Unterschied zwischen Luftdruck und Luftmenge.

Ist das Ziel eine besonders glatte Oberfläche, kann beispielsweise Trockeneis und- Schnee benutzt werden. Dies ist jedoch aufgrund der Größe der Technik meist nicht einfach.

Zu beachten beim Sandstrahlen

Je nach Anwendungsfall und Methodik fallen unterschiedliche Arten und Mengen von Resten an. Dies kann Abrieb der Oberflächen sein oder benutztes Strahlgut. Moderne Strahlmittel sind nicht direkt gesundheitsgefährdend, können aber bei Anwendung auf Oberflächen mit gefährdenden Materialen durchaus zu Sondermüll werden. Auch die Staubentwicklung der abgetragenen Oberfläche selbst kann die Gesundheit negativ beeinträchtigen.