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Was ist eine Sandstrahlkabine?

In einer Sandstrahlkabine können Oberflächen bearbeitet werden, indem sie von Schmutz, Lack oder Rost befreit werden. Dies geschieht mit Druckluft und einem Strahlmittel. Das Strahlgut wird mit einer sehr hohen Geschwindigkeit auf die Oberfläche geblasen. Hierdurch lösen sich die Verschmutzungen, der Rost oder alter Lack ab.

Eine Sandstrahlkabine bietet im Vergleich zu einem einzelnen Sandstrahlgerät den Vorteil, dass sich das Strahlmittel nicht in der Umgebungsluft ausbreiten kann und bietet damit ein sauberes Arbeiten. Um Oberflächen von Rückständen beinahe jeder Art befreien zu können, ist die Sandstrahlmethode sehr gut geeignet. Und werden die Arbeiten in einer abgeschlossenen Kabine vollzogen, dann können sich die Staubpartikel nicht zusätzlich in der Raumluft verteilen.

Sehr praktisch sind Kabinen, die eine zusätzliche Staubabsaugung besitzen. So können alle Partikel während der Arbeiten sofort aufgenommen werden. Nach den Arbeiten sind damit auch keinerlei Reinigungsarbeiten in der Kabine mehr erforderlich. Dies spart zusätzlichen Arbeitsaufwand und auch Zeit.

Wie funktioniert eine Sandstrahlkabine?

Bei einer Sandstrahlkabine wird nach dem sogenannten Injektorprinzip gearbeitet. Hierbei wird das Strahlgut angesaugt und mittels einer hohen Druckluft auf die Oberfläche des entsprechenden Gegenstandes, der bearbeitet werden soll, geschleudert. Die erreichten Geschwindigkeiten sind sehr hoch. Hierdurch kann eine sehr gute Reinigung des Gegenstands erreicht werden.

In einer abgedichteten Sandstrahlkabine entsteht kaum Staub, der nach außen dringen kann, sodass ein entspanntes Arbeiten möglich wird. Eine Sandstrahlkabine ist in verschiedenen Größen erhältlich, sodass auch größere Werkstücke bearbeitet werden können.

Wichtig bei den Arbeiten sind der Arbeitsdruck und auch die Auswahl des Strahlmittels, damit optimale Arbeitsergebnisse erzielt werden können. Auch die Auswahl der Düse ist mit entscheidend für das Arbeitsergebnis.

Wofür verwendet man Sandstrahlkabinen?

Wer kleine bis mittelgroße Werkstücke bearbeiten will, ist mit einer Sandstrahlkabine perfekt ausgestattet. Schnell und effizient wird der Gegenstand von Rückständen, wie beispielsweise Lack, Rost oder Schmutz befreit. Die Staubentfaltung, die bei den Arbeiten entsteht, verbleibt komplett in der Kabine, sodass keine zusätzlichen Reinigungsarbeiten erforderlich werden.

Viele Oberflächen können in der Kabine für weiterführende Lackierarbeiten vorbereitet werden. Mit einem Sandstrahl können viele Gegenstände gereinigt werden. Auch kleine Anlagen oder Motoren können hiermit von Schmutz befreit und gereinigt werden.

Für künstlerische Betätigungen eignet sich ebenfalls die Sandstrahltechnik. So können Oberflächen auch beispielsweise in einen matten Zustand versetzt werden. Selbst Textilien können mit der Sandstrahlmethode bearbeitet werden. Mit Sandstrahlen kann auf Jeansstoff ein „Usedlook“ erzeugt werden. Dabei ist ein großflächiges und gleichmäßiges Arbeiten mit dem Gerät jederzeit möglich.

Welche Arten von Sandstrahlkabinen gibt es?

Für den Hobby- und Bastelbereich werden bereits kleinere Sandstrahlkabinen als praktisches Tischgerät angeboten. Sie eignen sich für die Bearbeitung vieler Objekte und lassen sich leicht handhaben. Zudem beanspruchen sie wenig Platz.

Größere Profigeräte als freistehende Standgeräte nehmen mehr Platz ein und verfügen zumeist über eine Staubabsaugung, durch die die Staubreste gleich entsorgt werden können.

Industriell genutzte Maschinen sind größer und werden speziell angefertigt. Je nach Größe und Fassungsvolumen sollten alle Maschinenkomponenten auch perfekt aufeinander abgestimmt sein.

Größere Geräte sollten eine höhere Leistungskapazität haben, damit die Arbeiten auch schnell und effizient durchgeführt werden können. Insbesondere der Kompressor sollte über die geeignete Leistung verfügen, damit alle Arbeiten leicht von der Hand gehen.

Welche Hersteller gibt es bei Sandstrahlkabinen?

Viele führende Hersteller bieten Sandstrahlkabinen an, wie beispielsweise Dema, Helo, Güde, Aerotec, Gläsner, SES, Ruby, Sigg oder Eder. Ganz nach dem persönlichen Bedarf sind kleinere Geräte für den Hobbybereich oder die Werkstatt erhältlich.

Auch große Sandstrahlkabinen für den industriellen Bereich werden angeboten. Die Hersteller führen auch Zubehörprodukte und Ersatzteile. Aufgrund der Tatsache, dass viele Hersteller mit passenden Geräten am Markt vorhanden sind, lohnt sich sicherlich immer ein entsprechender Vergleich zwischen den verschiedenen Maschinen und den dahinter steckenden Leistungen.

Letztlich sind für alle Arbeiten mit ihren speziellen Anforderungen die passenden Maschinen erhältlich.

Was kosten die unterschiedlichen Sandstrahlkabinen?

Sehr einfache und kleine Tischgeräte sind bereits in einem Preisrahmen von 100 Euro bis 150 Euro erhältlich. Gerade für den Hobbybereich ist dies ein überschaubarer Preisrahmen. Hinzu kommen noch Kosten für die erforderlichen Strahlmittel.

Sollen etwas größere Werkstücke bearbeitet werden, dann fallen an Kosten bereits circa 200 Euro für die Sandstrahlkabine an.

Hochwertige Profigeräte bewegen sich in einem Preisniveau um circa 500 Euro bis 10000 Euro. Für Industrieanlagen müssen die Kabinen gebaut werden, sodass hierbei kein allgemeingültiger Preis festgelegt werden kann.

Die Einstiegsgeräte im Hobbybereich bieten schon erstklassige Leistungen, sodass diese zu empfehlen sind. Allein die Werkstoffgröße entscheidet letztlich über das entsprechende Gerät, das ausgewählt werden soll.

Worauf sollte man beim Kauf einer Sandstrahlkabine achten?

Beim Kauf einer Sandstrahlkabine sollte auf die Leistung und die Ausstattungsmerkmale geachtet werden. Eine leichte Bedienbarkeit sollte ebenfalls gegeben sein. Empfehlenswert sind passende Vergleiche mit anderen Geräten. Wichtig sind der Pressluftdruck und die Liefermenge der Maschine.

Gemessen wird der Arbeitsdruck der Sandstrahlkabine in bar. Je höher der Wert ist, um so leistungsfähiger ist das Gerät. Weil der Druck mittels eines integrierten Kompressors erzeugt wird, sollte dieser in der Leistung auf die Kabine abgestimmt sein. Kleine Hobbygeräte haben einen Druck von circa 7 bar. Wer nur kleine Oberflächen mit wenig Befall reinigen möchte, ist mit diesen Geräten bestens bedient. Die bar-Staffelung erhöht sich sodann je nach Leistungskapazität der Maschine.

Der integrierte Kompressor ist für den erforderlichen Luftbedarf verantwortlich. Hobbygeräte sollten über eine Luftleistung von bis zu 200 Liter pro Minute verfügen. Profigeräte, die für die Bearbeitung größerer Flächen benötigt werden, erreichen bis zu 700 Liter pro Minute. In Abhängigkeit vom Werkstück und der zu bearbeitenden Beschaffenheit ist die Leistung auszuwählen, damit die Arbeiten auch zuverlässig und schnell durchgeführt werden können.

Beim Kauf ist darüber hinaus auf das Fassungsvermögen des Strahlmittelbehälters zu achten. Je größer der Behälter ist, um so länger kann mit der Sandstrahlkabine gearbeitet werden, ohne Strahlgut nachlegen zu müssen.

Hobbygeräte sollten ein Fassungsvolumen von ungefähr 15 Liter haben. Größere Maschinen haben zumeist ein Fassungsvermögen für das Strahlmittel von circa 30 Liter. Wenn nicht ständig Strahlgut nachgelegt werden muss, dann kann auch an einem Stück gearbeitet werden und letztlich wird jede Menge Zeit gespart.

Welche Strahlmaterialien gibt es?

Als Strahlmaterialien stehen verschiedene Güter zur Verfügung. Zum einen gibt es unterschiedliche Sandarten, die sich hinsichtlich der Größe, Härte und Form unterscheiden. Aber auch Keramik, Glasperlen, Stahl oder Aluminium werden genutzt, um die Rückstände auf der Oberfläche des Werkstücks zu beseitigen. Je nach Arbeitsanfall sollte das passende Strahlgut verwendet werden.Entscheidend ist bei der Wahl des Strahlmittels die Unterscheidung von nichtmetallischen und metallischen Stoffen. Zusätzlich sind die Form und die Größe in Verbindung mit der Härte entscheidend, wenn Rückstände auf der Oberfläche des Werkstücks beseitigt werden sollen. Aus diesem Grund wird Strahlgut in den Güteklassen sehr fein bis mittelgrob angeboten.

Die Einzelteile haben dabei kugelige oder eckige Formen. Die eckigen Formen variieren. Auch kegelförmige Mittel werden angeboten. Hinsichtlich der Größe des Strahlguts werden Körner zwischen 0,2 Millimeter und 2,5 Millimeter unterschieden.

Die Wahl des richtigen Strahlguts hängt von der zu bearbeitenden Oberfläche und der Beschaffenheit ab. Letztlich entscheidet der gewünschte Zustand der Oberfläche nach den Sandstrahlarbeiten über die richtige Wahl des Strahlmittels. Je höher der Abtrag sein soll, um so effektiver sollte sich das Strahlgut bewähren.

Auf was sollte man beim Sandstrahlen mit Sandstrahlkabinen achten?

Beim Sandstrahlen in der Kabine sollte auf die richtigen Sandstrahldüsen geachtet werden. Angeboten werden die Düsen in unterschiedlichen Größen. Je nach Liefermenge sollten die Düsen die geeignete Größe haben. Bei einer hohen Liefermenge sollten große Düsen genutzt werden. Kurze Düsen werden sodann für einfache Reinigungsarbeiten verwendet.

Soll die Oberfläche des Werkstücks von Rost oder Lackrückständen beseitigt werden, dann sollten längere Düsen genutzt werden. Die Wahl der richtigen Düse ist entscheidend für das Arbeitsergebnis.

Die Düsen bestehen aus Metall, Gusseisen oder Keramik. Der Einsatz der nicht geeigneten Düse in Verbindung mit dem Strahlmaterial kann zu enttäuschenden Arbeitsergebnissen führen. Darüber hinaus werden Düsen mit einer sehr langen Lebensdauer angeboten. Andere Düsen, die eine nicht so robuste Materialqualität haben, verschleißen dementsprechend schneller. Dies sollte beim Sandstrahlen mit einer Sandstrahlkabine beachtet werden.

Weiterhin sollte beachtet werden, dass die Verbindung des Kompressors mit der Kabine über einen Luftschlauch erfolgt, der eine passende Länge und eine angemessene Durchmessergröße haben sollte. Die perfekte Luftzufuhr ist erforderlich, damit ohne Reibungsverluste die Gesamtleistung aufrecht erhalten werden kann.

Vor Arbeitsbeginn sollte der Strahlmittelbehälter befüllt sein. Sodann sind der Schlauch mit der Sandstrahlpistole innerhalb des Kastens zu befestigen. Wenn dann der Kompressor und der Strom verbunden sind, muss noch die Düse montiert werden. Mit dem Einschalten des Gerätes kann das Sandstrahlen beginnen. Während der Arbeiten sind Schutzkleidungen zu tragen, die sehr wichtig sind, um die Arbeitssicherheit gewährleisten zu können.

Welches Zubehör gibt es für Sandstrahlkabinen?

Für das Arbeiten mit einer Sandstrahlkabine sollten neben den richtigen Düsen und dem passenden Strahlgut auch die richtigen Schutzkleidungsstücke getragen werden.

So sollten unbedingt die passenden Sandstrahlhandschuhe vorhanden sein. Sie sind sehr robust und stabil. Weiterhin sind diese Arbeitshandschuhe in allen gängigen Größen erhältlich. Sie bieten insgesamt eine gute Abriebfestigkeit und ermöglichen ein komfortables Tragen. Viele Modelle können zusätzlich mit Unterziehhandschuhen genutzt werden. Die Handschuhe bestehen aus verschleißfestem Gummimaterial und sind für die Arbeiten mit der Kabine unabdingbar.